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Nasen

HNO-Heilkunde für den Hausgebrauch
 

 Schnupfen
Schnupfen ist eine virale Erkrankung, welche sich im Bereich der Nasenschleimhaut austobt. Klassischerweise dauert der Schnupfen mit Behandlung sieben Tage und ohne Behandlung eine Woche. Das heisst, er ist nicht behandelbar. Es existieren jedoch verschiedene Medikamente, welche die Schnupfensymptome lindern, sei es nun auf homöopathischer oder auf pharmokologischer Basis. Die verstopfte Nase kann jedoch zu weiteren therapiebedürftigen Erkrankungen führen.


 Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Die Nasennebenhöhenentzündung äussert sich meistens zuerst mit Druckgefühl im Bereich der Stirne oder der Oberkiefer. Zudem tritt eine chronisch grüne, zähe Nasensekretion nach vorne oder nach hinten auf. Bei einem normalem Verlauf heilt diese Entzündung ohne weitere Behandlung innerhalb von 7-10 Tagen ab. Kommt es jedoch zu einem Sekretstau durch die massiv geschwollene Nase in den Nebenhöhlen entwickelt sich Fieber. Hinzu kommen starke Kopfschmerzen, welche insbesondere beim Bücken nach vorne, durch die Flüssigkeits- oder Eiterverschiebung in den Nebenhöhlen, auftreten. Das ist der Moment, bei welchem der Arzt aufgesucht werden sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt kann mit Nasentropfen und mit Schnupfenmitteln die Erkrankung selber behandelt werden. Oft sind Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen hilfreich.


 Ursachen Nasenbluten
Das Nasenbluten tritt gehäuft über die Wintermonate auf. Die Ursache liegt häufig in einer zu trockenen Nasenschleimhaut, gelegentlich auch mit Krustenbildung und bei viralen Infektionen, welche zu einer vermehrten Durchblutung der Nasenschleimhaut führen. Während des ganzen Jahres findet sich als weitere Ursache ein erhöhter Blutdruck. Meistens ist diese Erkrankung harmlos und kann mit einfachen Massnahmen behandelt werden. In überwiegendem Anteil der Fälle liegt die Blutungsquelle im Bereich der Nasenscheidewand im vordersten Teil der Nase. Ausgelöst wird eine Blutung häufig durch das Nasenputzen oder das manuelle Lösen von Krusten im Naseneingangsbereich.


 Warum blutet die Nase so leicht?
Die Nase ist ausgestattet mit einer sehr gut durchbluteten Schleimhaut, vor allem in der vorderen Nase. Die Schleimhaut ist dort direkt mit der Knorpelhaut verwachsen und ist deshalb sehr verletzungsanfällig. Bei geringer mechanischer Beanspruchung (Schneuzen) kann es zu einer Blutung kommen. Die Nase verfügt über Schwellkörper zur Reinigung und zur Anfeuchtung der Atemluft, welche durch kräftige Gefässe versorgt werden. Eines dieser grossen Gefässe liegt im vorderen Nasenanteil zwischen den Augen, ein anderes im hinteren, äusseren Teil der Nase. Die Ursache dortiger Blutungen kann in den schon erwähnten Ursachen liegen, jedoch muss auch an ein Geschwür gedacht werden.


 Was ist zu tun?
Meistens stoppt eine Nasenblutung von alleine. Unterstützend wirken sicher eine Kompression der äusseren Nase im knorpligen Anteil (bewegliche weiche Nasenspitze). Dazu drückt man auf der einen Seite mit dem Daumen und auf der anderen Seite mit Zeige- und Mittelfinger während 10 Minuten auf die Nasenflügel. Ebenso sollte eine sitzende Position eingenommen werden. Diese bringt einen Abfall des Blutdrucks und zusätzlich wird vermieden, dass das Blut nach hinten in den Rachen läuft. Denn dies kann, insbesondere bei grösseren Mengen, im Magen Uebelkeit und Erbrechen auslösen.
Die oft verwendete blutstillende Watte ist hilfreich sofern es möglich ist, sie direkt auf die Blutungsquelle zu legen. Ansonsten wirken sie eher wie ein Stöpsel vorne in der Nase, welcher zu einem Blutfluss in die hintere Nase führt. Ebenso besteht die Gefahr, dass die Blutungsquelle beim Herausnehmen des Tampons erneut zu bluten beginnt. Nach der akuten Phase sollte die Nasenschleimhaut mit einer anfeuchtenden Nasensalbe über 7-14 Tage gepflegt werden, damit die Wunde ausheilen kann und die Blutkruste nicht zu früh aufreisst. Sollte sich die Blutungsquelle auf diese Weise nicht selber verschliessen, wäre eine Vorstellung beim Arzt oder beim Spezialarzt in Betracht zu ziehen, welcher mit verschiedenen Methoden die Blutung stillen kann. Wesentlich schwieriger zu behandeln sind die Blutungen aus dem Nasendach sowie aus dem hinteren Anteil der Nase, welche oft nicht alleine zum Stehen kommen oder wiederholt auftreten. Hier ist es notwendig, den Facharzt aufzusuchen. Der Spezialist versucht mit endoskopischer Hilfe die Gefässe zu koagulieren. Dies ist leider nicht immer möglich. Durch die anatomische Situation ist es teilweise schwierig, die jeweiligen Gefässe zu finden und zu erreichen. Deshalb muss dann ein innerer Verband (Tamponade) in die Nase eingelegt und über mehrere Tage belassen werden. Sollte auch unter dieser Behandlung die Blutung nicht stehen, ist eine operative Behandlung nötig, mit Korrektur der anatomischen Veränderungen oder auch mit Abbinden der zuführenden Gefässe. Dazu ist jedoch eine Spitalbehandlung und eine Vollnarkose erforderlich.


 Wie kann einer Blutung vorgebeugt werden?
Oft treten Blutungen im Winter auf, welche bedingt durch die trockene Luft und durch Infekte der Nasenschleimhaut ausgelöst werden. Es ist darauf zu achten, dass insbesondere in geheizten Räumen eine genügende Luftfeuchtigkeit (40-50%) erreicht wird. Ansonsten müsste bei einer zu trockenen Schleimhaut täglich anfeuchtende Nasensalbe verwendet werden. Eine medikamentöse Einstellung des Blutdrucks ist auch aus anderen Gründen empfehlenswert. Müssen aus anderen therapeutischen Gründen blutverdünnende Mittel eingenommen werden, ist eine richtige Einstellung und Dosierung wichtig. Sollte dennoch Nasenbluten auftreten, ist ein besonnenes Handeln wie vorher erwähnt, angezeigt. Eine spontane Blutstillung des Körpers braucht eine Zeit von 5-10 Minuten bis sie sistiert. Wenn trotz genügend langer Kompression der äusseren Nase das Blut in den Rachen fliesst, ist eine Konsultation beim Arzt oder bei einer Notfallinstitution unumgänglich. Spezifische Massnahmen können dann eingeleitet werden.


 
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